Geschichte der handgetrieben Lithografiepressen
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Alois Senefelder erfand um 1790 die Lithografie in Bayern |
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Zuerst versuchte er die Steine auf einer Radierpresse zu drucken. Immerhin war neben der typografischen Presse ("Gutenberg") die Ätzpresse die einzige Alternative. Dies schlug fehl, weil die Steine nicht flach genug waren. Wenn der Stein kugelförmig, konkav oder schräg geschnitten ist, brechen sie unter Druck. Deshalb hat Senefelder die "Galgenpresse" entwickelt. Der Schaber wurde komplett aus Holz gefertigt und konnte aufgrund der Flexibilität der Holzkonstruktion jeder "gebogenen" Oberfläche des Steins folgen. |
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Die Galgenpresse von Senefelder. |
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Auf der Grundlage von Senefelders Ideen wurden Druckmaschinen weiterentwickelt. Wie die Holzpressen in Frankreich. Eine bekannte Marke war Voirin. |
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Eigenschaften dieser französischen Pressen:
- Aufgrund der Holzkonstruktion sehr gut zum Bedrucken von "weniger perfekten Steinen" geeignet.
- Kultureller Wert; Auf diesen Maschinen wurden die berühmten Drucke von Toulouse Lautres gedruckt.
- Der Künstler kann den Abstreiferdruck ändern, indem er seine Standposition auf der langen Planke ändert.
- Die Presse hat ein Oberdrucksystem.
- Das Bett lässt sich mit einem großen Holzspeichenrad einfach und bequem bewegen.
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Eine Krause Lithografiepresse. Eigenschaften:
- Die Pressen sind schwer.
- Oberdrucksystem mittels Hebel und Kniegelenksystem
- Das "Kalb" (der obere Teil) ist "schwebend" (durch Lederhaufen) aufgehängt, um ihm Flexibilität zu verleihen und Steinbruch zu vermeiden.
- Angetrieben von einer Kurbel und einem Zahnrad. Kann für ein schnelles Zurückziehen des Bettes getrennt werden.
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Eine englisch-amerikanische Handpresse. Eigenschaften:
- Leichtere Gusseisenkonstruktion als die deutschen Pressen
- Unterdrucksystem mittels eines speziellen Hebels
- Angetrieben von einer Kurbel ohne Getriebe mit einem langen Arm
- Die Pressen waren größtenteils mit Trommelfell und Frisket ausgestattet, um das Papier an Ort und Stelle zu halten.
- Die Konstruktion war weniger flexibel als die deutsche und die französische Presse, daher erhöhte Gefahr von Steinschlägen.
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Einige allgemeine Bemerkungen:
- Lithosteine sind heutzutage viel genauer als früher. Geringere Gefahr von Steinschlägen.
- Die Lithopressen wurden speziell für den Druck von Steinen entwickelt. Heutzutage gibt es mehr Möglichkeiten zum Drucken von: Aluminiumplatten, Zinkplatten, Polyester usw. Es gibt keinen Grund, eine Lithopresse für diese neuen Medien zu verwenden, eine Ätzpresse reicht aus.
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